30 March 2026, 08:08

Gefälschte Papiere: Illegaler Nageltechniker in Borken fliegt auf

Eine Frau in pinken Handschuhen hält einen Pinsel und eine Nagellackflasche, während sie sich in einem Salon die Nägel machen lässt, mit Maniküre- und Pedikürewerkzeugen auf dem Tisch.

Gefälschte Papiere: Illegaler Nageltechniker in Borken fliegt auf

Ein Nagelstudio in Borken steht im Mittelpunkt eines Falls illegaler Beschäftigung, nachdem ein 23-jähriger Techniker mit gefälschter Identität aufgeflogen ist. Der Mann, dem ein gültiger Aufenthaltstitel fehlte, hatte sich die Stelle mit gefälschten Dokumenten verschafft. Die Behörden deckten die Täuschung während einer Routinekontrolle auf, als sein Krankenversicherungskarte Verdacht erregte.

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Der Vorfall kam ans Licht, als Prüfer die beschädigte Krankenversicherungskarte des Technikers genauer unter die Lupe nahmen. Das Foto auf der Karte ähnelte ihm nicht, was zu weiteren Nachforschungen führte. Bei der Befragung gestand er, seit Monaten illegal in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

Zollbeamte nahmen den Mann vorläufig fest und überstellten ihn anschließend an die örtliche Polizeidienststelle. Dort gab er seine wahre Identität zu und bestätigte, kein legales Aufenthalts- oder Arbeitsrecht im Land zu besitzen. Die Studioinhaberin erklärte, sie habe ihn in gutem Glauben eingestellt, ohne von dem Betrug zu wissen.

Unterdessen haben sich die Ermittlungen zu nicht angemeldeter Arbeit im Raum Münster verschärft. Seit Juni 2024 wurden mindestens 38 Fälle illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Am 26. März 2026 trafen Inspektoren auf 20 Arbeiter an Glasfaser-Baustellen in Münster. Weitere 18 Personen wurden am 11. März auf Baustellen in Bocholt, Münster und Stadtlohn entdeckt.

Gegen den Nageltechniker wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Ausländerbehörde wird über seine Abschiebung entscheiden. Zudem prüfen die Behörden, ob der rechtmäßige Inhaber der Krankenversicherungskarte in die Täuschung verwickelt war.

Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung in der Region einzudämmen. Gegen die Studioinhaberin werden keine Anklagen erhoben, doch der Techniker bleibt bis auf Weiteres in Gewahrsam. Die Ermittlungen zu Schwarzarbeit in den Bau- und Dienstleistungsbranchen Münsters laufen weiter.

Quelle