Gedenkfeier für 71 NS-Opfer am Mahnmal Wenzelnberg am 19. April 2026
Lukas RichterGedenkfeier für 71 NS-Opfer am Mahnmal Wenzelnberg am 19. April 2026
Gedenkveranstaltung ehrt die 71 Opfer eines NS-Massakers am 19. April 2026
Am 19. April 2026 findet eine Gedenkfeier für die 71 Opfer eines NS-Massakers statt. Die Veranstaltung am Mahnmal Wenzelnberg erinnert an die Ermordung dieser Menschen durch das NS-Regime am 13. April 1945. Organisiert von mehreren Städten, umfasst die Gedenkveranstaltung Reden, Musikbeiträge und Beiträge von Schülerinnen und Schülern einer örtlichen Schule.
Die jährliche Veranstaltung wird am Mahnmal Wenzelnberg abgehalten und ist eine gemeinsame Initiative der Städte Langenfeld, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Leverkusen und Leichlingen. In diesem Jahr wirken Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse (Q1) des Langenfelder Konrad-Adenauer-Gymnasiums an der Gedenkfeier mit.
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und bietet ein Programm mit Reden des Langenfelder Bürgermeisters Gerold Wenzens sowie von Alexandra Mehdi vom VVN-BdA. Ein gemeinsamer Auftritt des Langenfelder Kinder- und Jugendchors und des AWO-Chors unter der Leitung von Britta von Anklang bildet einen Teil der Ehrung. Den Abschluss der Feier bildet das gemeinsame Singen des Liedes Die Moorsoldaten.
Das Mahnmal Wenzelnberg zählt zu den wenigen dokumentierten Orten in der Region Wuppertal, die an NS-Massenererschießungen erinnern. Während Deportationen und andere Verbrechen – wie die Deportation von 32 Jüdinnen und Juden aus Essen-Steele in Vernichtungslager im Jahr 1942 – besser belegt sind, rückt diese Veranstaltung ein weniger bekanntes NS-Verbrechen in den Fokus. Weitere lokale Gedenkstätten, etwa für die Pogromnacht 1938 in Essen-Steele, erinnern jährlich an die Gewalt dieser Zeit.
Die Gedenkveranstaltung stellt sicher, dass die Opfer des Massakers vom 13. April 1945 nicht in Vergessenheit geraten. Durch Reden, Musik und die Einbindung von Schülerinnen und Schülern trägt die Veranstaltung dazu bei, das öffentliche Bewusstsein für die NS-Verbrechen in der Region wachzuhalten. Die Organisatoren setzen sich weiterhin für die Dokumentation und Würdigung der in dieser Zeit Getöteten ein.






