Gebäudeschäden durch RWE-Tagebau: Wenn der Boden unter den Füßen wegbricht
Lotta HofmannGebäudeschäden durch RWE-Tagebau: Wenn der Boden unter den Füßen wegbricht
Gebäude in der Nähe des RWE-Tagebaus Garzweiler sacken ab – Grundwasserspiegel sinkt dramatisch
Durch den Braunkohleabbau im Tagebau Garzweiler des Energiekonzerns RWE sinkt der Grundwasserspiegel in der Region, was zu Setzrissen und Schäden an Gebäuden in Orten wie Bedburg führt. Kommunale Verantwortliche fordern nun klarere Vorgaben für den Umgang mit Grundwasser in künftigen Abbauplänen.
Das Gebäude von Richard Berrendorf in Bedburg weist bereits Risse und Absackungen auf – eine direkte Folge der Bergbautätigkeit. Durch die Förderung von RWE wurde das Grundwasser in der gesamten Region abgesenkt, was die Statik der Gebäude gefährdet.
Experten gehen davon aus, dass sich der Grundwasserspiegel bis Ende des Jahrhunderts wieder erholen wird. Doch auch das könnte neue Probleme mit sich bringen: Viele Gebäude sind nicht für steigende Feuchtigkeit ausgelegt. Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach pocht daher auf strenge Grundwasser-Regelungen im anstehenden Plan für den Tagebau Garzweiler. Nachbarcommunen schlagen vor, eine Stiftung einzurichten, um langfristige Sanierungen zu finanzieren. RWE signalisierte Bereitschaft, sich an den "ewigen Kosten" zu beteiligen – vorausgesetzt, die Politik leitet formelle Gespräche ein.
Während der Bergbau weiterhin die lokale Infrastruktur belastet, gibt es noch keine akute Lösung. Verhandlungen über Finanzierung und Regulierung stecken noch in den Anfängen. Anwohner und Behörden warten nun auf konkrete Schritte, um die Schäden zu beheben und künftige Risiken abzuwenden.






