30 June 2026, 04:04

FDP Solingen kritisiert einseitige Verkehrsplanung und fordert mehr Bürgerbeteiligung

FDP Begrüßt Mobilitätsumfrage

FDP Solingen kritisiert einseitige Verkehrsplanung und fordert mehr Bürgerbeteiligung

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Solingen hat Bedenken gegenüber der aktuellen Verkehrsplanung geäußert. Sie argumentiert, dass der Ausbau von Radwegen und andere Maßnahmen nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger entsprechen. Die Partei verweist auf eine wachsende Kluft zwischen den offiziellen Plänen und der öffentlichen Stimmung.

Die FDP führte kürzlich eine Umfrage zu einer geplanten Radroute vom Stadtzentrum nach Ohligs durch. Die Ergebnisse zeigten, dass die Planung viele lokale Anliegen ignoriert. Besonders verärgert waren Anwohner über den Verlust von Parkplätzen, ohne dass ausreichend Ersatz für die neuen Radspuren geschaffen wurde.

Das Parteimitglied Albermann kritisierte den verkehrspolitischen Ansatz der Stadt Solingen. Dieser behandle Autos als Störfaktor und setze einseitig auf Radverkehr und öffentlichen Nahverkehr, so Albermann. Zwar befürworte die FDP den Ausbau der Radinfrastruktur, betont aber, dass nicht alle Bürger auf das Fahrrad umsteigen könnten.

Die Partei fordert, dass die Stadtplanung die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer stärker berücksichtigen muss – also Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Zudem sollten Verkehrsprojekte die realen Mobilitätsanforderungen widerspiegeln und nicht von oben verordneten Idealen folgen.

Die Umfrage und Kritik der FDP unterstreichen die Notwendigkeit einer ausgewogeneren Verkehrsplanung. Gefragt seien Lösungen, die unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse abdecken und die Bürger nicht vor den Kopf stoßen. Die Partei steht dem Radwegeausbau zwar offen gegenüber, lehnt aber einseitige Konzepte ab.

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