18 March 2026, 04:06

Essen startet erste Klimaanpassungszonen gegen Hitze und Starkregen

Eine Miniaturstadtmodell in einer Pfütze umgeben von Gebäuden, Grünflächen und einer Hintergrundwand.

Essen startet erste Klimaanpassungszonen gegen Hitze und Starkregen

Essen hat einen wichtigen Schritt hin zu mehr Klimaresilienz gemacht: Die Stadt hat drei Gebiete für ein neues Landesförderprogramm ausgewählt. Bis 2030 sollen dort versiegelte Flächen reduziert und die Verdunstung von Wasser gesteigert werden. Bei Genehmigung könnten Grundstückseigentümer bald Zuschüsse für nachhaltige Entwässerungsprojekte erhalten.

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Der Stadtrat hat Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein als erste Klimaanpassungszonen im Rahmen des KRIS-Programms von Nordrhein-Westfalen bestimmt. In diesen Zonen wird der "Schwammstadt"-Ansatz verfolgt: Bis zu 25 Prozent der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen könnten vom Entwässerungssystem abgekoppelt werden. Ziel ist es, die Verdunstungsrate innerhalb der nächsten sechs Jahre um zehn Prozentpunkte zu erhöhen.

Essen reichte detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Prüfung ein. Mit einer Genehmigung wird im ersten Halbjahr 2026 gerechnet – danach können Anwohner und Unternehmen in den ausgewiesenen Gebieten Fördermittel beantragen. Nur Projekte innerhalb dieser Zonen kommen für eine finanzielle Unterstützung infrage.

Anders als andere Kommunen im Regionalverband Ruhr ist Essen die erste Stadt, die dieses Fördermodell nutzt. Sobald die Zonen offiziell bestätigt sind, kann die Stadt Landesmittel für großflächige Wassermanagement-Projekte freischalten. Die Maßnahmen sollen Essen helfen, Starkregen, Hitzewellen und andere Folgen des Klimawandels besser zu bewältigen.

Das KRIS-Programm ermöglicht es Essen, seine städtischen Räume anpassungsfähiger zu gestalten. Grundstückseigentümer in den ausgewählten Zonen erhalten die Chance, mit Landesförderung grünere Entwässerungslösungen umzusetzen. Bei Erfolg könnte die Initiative als Vorbild für andere Städte mit ähnlichen klimatischen Herausforderungen dienen.

Quelle