Essen plant strenge Designregeln für die Innenstadt – Bürger können mitreden
Jakob WagnerEssen plant strenge Designregeln für die Innenstadt – Bürger können mitreden
Essen erarbeitet eine neue Gestaltungsverordnung für die Innenstadt
Die Stadt Essen entwirft eine neue städtebauliche Gestaltungsverordnung, um das Erscheinungsbild der Innenstadt zu prägen. Die Regelungen umfassen Gebäudefassaden, Ladengeschäfte, Werbung sowie Außenbereiche von Cafés und Restaurants. Bevor die Pläne bis Ende des Jahres finalisiert werden, möchte die Verwaltung nun die Meinung der Öffentlichkeit einholen.
Die Verordnung ist Teil der Initiative Zukunft.Essen.Innenstadt, die das Stadtzentrum attraktiver und funktionaler gestalten soll. Auf Grundlage von Paragraf 89 der Bauordnung Nordrhein-Westfalens kann die Stadt Vorgaben für visuelle Elemente wie Beschilderung, Markisen und Straßenmöblierung festlegen.
Bürgerinnen, Bürger und Gewerbetreibende haben zwei Möglichkeiten, sich zu beteiligen: Am 26. März findet ein Präsenz-Workshop statt. Wer lieber digital mitwirken möchte, kann vom 27. März bis 24. April an einer Online-Umfrage unter www.ourwebsite/innenstadt-gestaltungsverordnung teilnehmen. Die gesammelten Rückmeldungen fließen in die endgültige Fassung der Verordnung ein.
In den vergangenen fünf Jahren gab es keine größeren Veränderungen im Essener Stadtbild. Die neuen Regeln werden erstmals verbindliche Leitlinien dafür schaffen, wie Gebäude und öffentliche Räume gestaltet sein sollen.
Die Stadt plant, die Verordnung bis Dezember abzuschließen. Sobald sie in Kraft tritt, setzt sie klare Maßstäbe dafür, wie die Essener Innenstadt aussieht und funktioniert. Unternehmen, Planer und Anwohner müssen die neuen Vorgaben dann bei Umbauten oder der Gestaltung von Außenbereichen beachten.






