30 April 2026, 14:12

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Warum ein Abschied die Redaktion spaltet

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" darauf, vor schwarzem Hintergrund.

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Warum ein Abschied die Redaktion spaltet

Bei der Berliner Zeitung ist nach dem Abschied von Anja Reich-Osang eine öffentliche Kontroverse entbrannt. Die langjährige Journalistin verließ die Redaktion nach 30 Jahren – ihr Ausscheiden löste Kritik eines Kollegen und eine defensive Reaktion von Chefredakteur Holger Friedrich aus.

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Reich-Osang hatte ihren Rückzug in einem Facebook-Beitrag bekannt gegeben. Die Berliner Zeitung wandte sich daraufhin an Friedrich um eine Stellungnahme, erhielt jedoch keine Antwort.

Später kritisierte Franz Sommerfeld, ein Redakteur des Blattes, nach Reich-Osangs Abgang die politische Ausrichtung der Zeitung. Friedrich reagierte mit einem persönlichen Artikel, machte jedoch nicht deutlich, dass die Äußerungen von Sommerfeld – und nicht von der Berliner Zeitung selbst – stammten. Seine Reaktion wurde weithin als Versuch gewertet, von der an ihn gerichteten Kritik abzulenken.

Friedrich verteidigte seine Haltung und griff im selben Zug die eigene Berichterstattung der Zeitung über den Vorfall an. Beobachter merkten an, dass sein Umgang mit der Situation den Eindruck eines übersteigerten Egos verstärkte – ein Vorwurf, der seiner journalistischen Arbeit bereits zuvor geschadet habe.

Der Austausch hat die Spannungen innerhalb der Berliner Zeitung offen zutage treten lassen. Friedrichs ausweichende Reaktion auf die Kritik und seine öffentliche Gegenrede lenkten die Aufmerksamkeit weiter auf die internen Konflikte des Blattes. Reich-Osangs Abschied nach drei Jahrzehnten bleibt dabei ein zentraler Streitpunkt.

Quelle