Empörung über Grube-Foto: Ex-DB-Chef posiert 2014 auf Gleisen – und löst Sicherheitsdebatte aus
Jakob WagnerEmpörung über Grube-Foto: Ex-DB-Chef posiert 2014 auf Gleisen – und löst Sicherheitsdebatte aus
Ein Pressebild aus dem Jahr 2014 hat auf Social Media Empörung unter Eisenbahnmitarbeitern ausgelöst. Das Foto zeigt den damaligen Deutsche-Bahn-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube im Gleisbereich. Viele werfen ihm vor, damit eine falsche Botschaft in Sachen Sicherheit zu vermitteln.
Das Bild entstand während einer Presseveranstaltung auf einem abgesperrten Gleisabschnitt im Juni 2014. Ein Fotograf der Bildagentur Picture Alliance machte die Aufnahme mit Grubes Einverständnis. Unklar ist, ob er sich zu diesem Zeitpunkt offiziell in dienstlicher Funktion befand.
Laut den Vorschriften der Deutschen Bahn ist der Zutritt zu den Gleisanlagen nur im Rahmen offizieller Aufgaben, mit einer genehmigten Vereinbarung oder bei der Ausübung des Dienstes durch Mitarbeiter gestattet. Unbefugte, die die Gleise betreten, verursachen häufig Verspätungen und Zugausfälle. Auch Kinder und Jugendliche haben bereits ihr Leben riskiert, um Selfies auf den Gleisen zu machen.
Das Unternehmen nimmt den Vorfall ernst und will ihn nutzen, um die Mitarbeiter der Pressestelle erneut auf Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütung hinzuweisen.
Kritik gibt es vor allem, weil das Foto den Eindruck erweckt, als würden die eigenen Sicherheitsregeln der Deutschen Bahn missachtet. Das Unternehmen kündigte an, die Einhaltung der strengen Zugangsregeln für Gleisanlagen bei den Mitarbeitern zu verstärken. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig es ist, die Vorschriften zum Betreten der Gleise konsequent einzuhalten.
