Düstere Umfrage: Hass, Extremismus und Einsamkeit prägen die Hardcore-Gamer-Szene
Julian SchmitzDüstere Umfrage: Hass, Extremismus und Einsamkeit prägen die Hardcore-Gamer-Szene
Eine neue Umfrage hat besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern aufgedeckt – insbesondere in Bezug auf Diskriminierung und extremistische Ansichten. Die Ergebnisse zeigen eine weit verbreitete Feindseligkeit, Einsamkeit und politisches Engagement innerhalb der Community.
Die Studie belegt, dass verbale Angriffe in Gaming-Kreisen an der Tagesordnung sind. Rund 38 Prozent der Hardcore-Gamer geben an, "sehr oft oder ziemlich oft" beleidigt zu werden, während sie spielen. Weitere 14 Prozent erleben häufig verbale Übergriffe, wobei ein Drittel dies nur "selten oder sehr selten" erfährt.
Auch extremistische Einstellungen scheinen weit verbreitet zu sein. Signifikante 43 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, "Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt". Antisemitische, anti-LGBTQ+- und antifeministische Haltungen wurden in dieser Gruppe ebenfalls häufig dokumentiert.
Demografisch betrachtet sind drei Viertel der engagierten Gamer Männer, 55 Prozent von ihnen sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Viele Frauen in der Szene verbergen im Netz ihr Geschlecht und geben sich als Männer aus, um Diskriminierung zu entgehen. Die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, reichen von Cybermobbing bis hin zu Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung.
Über das Gaming hinaus ist politisches Engagement unter Hardcore-Gamern stärker ausgeprägt als im Durchschnitt. Etwa 27 Prozent hatten im Vorjahr an einer Demonstration teilgenommen – fast doppelt so viele wie die 14 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Einsamkeit ist ein weiteres Problem: 58 Prozent beschreiben sich selbst als mäßig oder stark vereinsamt.
Die Umfrage zeichnet ein düsteres Bild der Herausforderungen in der Hardcore-Gaming-Kultur. Hohe Raten von Belästigung, extremistischen Überzeugungen und sozialer Isolation stechen als zentrale Probleme hervor. Gleichzeitig deuten die Daten darauf hin, dass Spielerinnen oft gezwungen sind, ihre Identität zu verbergen, um Schikanen zu entgehen.






