14 March 2026, 14:11

Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Rednerpult mit Mikrofon und einer Tafel mit Text stehen und sitzen, mit Flaggen, Feuerlöscher und Deckenleuchten im Hintergrund.

Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Dinslakens erstes "Stadtgespräch": Bürger im Dialog mit der Verwaltung

Am 11. März 2026 fand im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld das erste Stadtgespräch Dinslakens statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über drängende Themen zu diskutieren – darunter der angespannte Haushalt der Stadt und anstehende Projekte. Die Veranstaltung markierte den Start einer neuen Initiative, um den Austausch zwischen Kommunalpolitik und Bürgerschaft zu verbessern.

Im Mittelpunkt stand die finanzielle Lage Dinslakens: Der Haushaltsentwurf soll am 26. März im Stadtrat zur Abstimmung stehen. Thomae erläuterte geplante Sparmaßnahmen, darunter eine Erhöhung der Grundsteuer B – der Steuer auf bebaute Grundstücke. Die Anwesenden hinterfragten kritisch die Vorschläge zu Steuererhöhungen, internen Verwaltungsreformen und ob frühere Weichenstellungen die aktuelle Haushaltsnot hätten abmildern können.

Themen wie die Zukunft der Eishalle, Verzögerungen beim Schulbau und hohe Fehlzeiten in städtischen Ämtern wurden ebenfalls angesprochen. Eine Teilnehmerin lobte das neue Format: Es habe die Menschen in Dinslaken wieder miteinander ins Gespräch gebracht.

Bürgermeister Panke stellte mehrere anstehende Projekte vor, die die Infrastruktur stärken sollen. So erhält die EBGS-Schule eine neue Turnhalle, und die Feuerwehrwache in Eppinghoven wird saniert. Zudem bestätigte er die Fertigstellung des Hiesfelder Schulzentrums sowie die laufende Umrüstung der Straßenlaternen auf energieeffiziente LEDs. Darüber hinaus verhandeln die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) aktuell über die Neugestaltung des Freibadgeländes in Hiesfeld.

Ein zweites Stadtgespräch ist für den Herbst geplant – eine Fortsetzung der Initiative, die Panke als entscheidend für die Zukunft der Stadt bezeichnete.

Die Veranstaltung bot den Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform, um ihre Sorgen zu Steuern, Dienstleistungen und langfristiger Planung zu äußern. Angesichts der bevorstehenden Haushaltsabstimmung stehen die Verantwortlichen nun vor der Herausforderung, zwischen Sparzwängen und Investitionen in Schulen, Sicherheit und öffentliche Räume abzuwägen. Das nächste Stadtgespräch vor Jahresende wird eine weitere Gelegenheit zum Dialog bieten.

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