10 April 2026, 22:06

Die Linke in NRW plant ihre stärkste Kommunalphase bis 2030

Grünes Papier mit "Elections municipales" darauf vor einem weißen Hintergrund.

Die Linke in NRW plant ihre stärkste Kommunalphase bis 2030

Die Linke in Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf ihre stärkste Phase in der Kommunalpolitik vor

Über 100 Mitglieder trafen sich kürzlich beim "Kommunalpolitischen Forum", um Strategien für die anstehende Ratsperiode bis 2030 zu erarbeiten. Die Veranstaltung unterstrich sowohl den wachsenden Einfluss der Partei als auch die Herausforderungen, stabile Bündnisse zu schmieden.

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Das Forum vereinte Aktivist:innen und erfahrene Politiker:innen, darunter Wolfgang Freye, eine langjährige Größe der linken Kommunalpolitik. Der seit 1999 im Essener Bezirksrat sitzende Freye zeigte sich sichtlich erfreut über die hohe Beteiligung und die inhaltlichen Diskussionen. In Workshops wurden praktische Themen behandelt – vom Einzug in kommunale Parlamente bis hin zur Wirkung als einzelnes Ratsmitglied ohne Fraktionsrückhalt.

Bei den Kommunalwahlen 2020 erzielte Die Linke in Nordrhein-Westfalen ihr bestes Ergebnis aller Zeiten und sicherte sich 725 Mandate. Dieser Erfolg hat die Partei zu einem entscheidenden Akteur in Städten wie Bielefeld und Bonn gemacht, wo sie bereits an der Gestaltung von Ratsmehrheiten mitwirkt. Doch nicht alle Mitglieder streben breite Koalitionen an. Wiebke Köllner aus Bochum bleibt zurückhaltend und bevorzugt eine Zusammenarbeit mit SPD und Grünen eher fallweise als in festen Bündnissen.

Auf dem Kongress nutzte DGB-Chef Witich Roßmann das Haushaltsbudget der Düsseldorfer Oper als Beispiel für "echte Klassenpolitik" bei lokalen Ausgaben. Gleichzeitig erlitt die Partei einen Rückschlag, als ihr Antrag, eine Rüstungsmesse in Düsseldorf zu verhindern, mit klarer Mehrheit abgelehnt wurde. Dennoch bleibt der Fokus darauf, die Rolle als zünglebigende Kraft in immer mehr Stadträten auszubauen.

Die Linke verfügt mittlerweile über beträchtlichen Einfluss in der nordrhein-westfälischen Kommunalpolitik. Da SPD und Grüne auf ihre Unterstützung für stabile Mehrheiten angewiesen sind, werden die Entscheidungen der Partei die Ratsdynamik in den kommenden Jahren prägen. Ob durch Bündnisse oder eigenständiges Handeln – ihre Fähigkeit, politische Vorhaben durchzusetzen, wird bis 2030 über ihre Wirkung entscheiden.

Quelle