Diakonie Solingen stellt Ganztagsbetreuung an Grundschule ein – 10 Jobs betroffen
Julian SchmitzDiakonie Solingen stellt Ganztagsbetreuung an Grundschule ein – 10 Jobs betroffen
Das Diakonische Werk Solingen wird seine Trägerschaft für die offene Ganztagsbetreuung an der Kreuzweg-Grundschule zum Ende des aktuellen Schuljahres beenden. Dies gaben Ulrike Kilp, Michaela Roehr und Thomas Förster auf einer kürzlichen Pressekonferenz bekannt. Als Hauptgründe für die Entscheidung wurden wirtschaftliche Zwänge und unzureichende staatliche Förderung genannt.
Die Organisation hat bisher die offene Ganztagsbetreuung an drei Schulen unterstützt, wird dieses Engagement jedoch ab dem nächsten Schuljahr auf zwei Standorte reduzieren. Der Vertrag mit der Stadt Solingen läuft offiziell am 30. April 2024 aus. Bis dahin wird das Diakonische Werk Solingen die Betreuung der 137 angemeldeten Kinder an der Kreuzweg-Grundschule noch bis zum 31. Juli fortsetzen.
Finanzielle Belastungen spielten bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. Der Evangelische Kirchenkreis erklärte, dass sinkende Kirchensteuereinnahmen eine Fortführung des Angebots in der bisherigen Form unmöglich machten. Das Diakonische Werk Solingen hatte bereits 2023 eigene Mittel in Höhe von 80.000 Euro eingesetzt, um die Standards zu halten; für 2024 waren weitere 120.000 Euro veranschlagt.
Von der Schließung betroffen sind 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der offenen Ganztagsbetreuung. Zehn ihrer Verträge werden aufgrund der Änderungen nicht verlängert.
Wie geplant stellt das Diakonische Werk Solingen seine Förderung für das Programm der Kreuzweg-Grundschule ein. Die Organisation wird jedoch weiterhin ihre elf Kindertageseinrichtungen und weitere Angebote betreiben. Die Entscheidung spiegelt die übergeordneten finanziellen Herausforderungen wider, vor denen der Träger und seine Fördergeber stehen.






