Diakonie Bethanien warnt vor Kahlschlag bei Pflege-Löhnen durch neue Gesetze
Lotta HofmannDiakonie Bethanien warnt vor Kahlschlag bei Pflege-Löhnen durch neue Gesetze
Die Diakonie Bethanien warnt, dass geplante Gesetzesänderungen die Erstattung von Tariferhöhungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern einschränken könnten. Die Organisation argumentiert, dass solche Maßnahmen faire Löhne und die Bindung von Fachkräften im Gesundheitssektor gefährden.
Das Pflegeberufereformgesetz sieht vor, die Verpflichtung zur Zahlung tarifgebundener Löhne von 2027 bis 2030 auszusetzen. Gleichzeitig zielt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz darauf ab, die Erstattung von Lohnerhöhungen in Krankenhäusern, die über einem festgelegten Referenzwert liegen, auf 50 Prozent zu begrenzen. Dadurch müssten Pflegeeinrichtungen die zusätzlichen Kosten selbst tragen.
Matthias Ruf, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Bethanien, betonte, dass faire Bezahlung entscheidend sei, um die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuerkennen und Fachkräfte im Beruf zu halten. Dr. Stephan Ricken, Geschäftsführer der Organisation, ergänzte, dass Kürzungen bei der Finanzierung die Patientenversorgung direkt beeinträchtigen könnten. Die Diakonie Bethanien, die sich am Evangelischen Tarifvertrag orientiert, droht bei Umsetzung der Pläne mit finanziellen Engpässen.
Die Organisation besteht darauf, dass nachhaltige Pflege- und medizinische Dienstleistungen auf ausreichend Personal angewiesen sind – und dies wiederum auf faire, zuverlässig finanzierte Löhne. Sie fordert die Politik auf, im laufenden Streit um die Gesundheitsfinanzierung Tariflöhne nicht gegen finanzielle Entlastungen auszuspielen.
Die Diakonie Bethanien setzt sich weiterhin für die volle Erstattung tarifgebundener Löhne ein, um die Attraktivität von Pflege- und Gesundheitsberufen zu erhalten. Ohne diese Garantie, so die Warnung, könnten sowohl die Personalausstattung als auch die Qualität der Patientenversorgung leiden.






