23 May 2026, 18:06

Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – ein strategischer Schachzug

Motorenhersteller Deutz interessiert sich für die U-Boot-Sparte von Thyssenkrupp

Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – ein strategischer Schachzug

Motorenhersteller Deutz macht Angebot für Thyssenkrupp Marine Systems

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Motorenhersteller Deutz hat sich um die Übernahme von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), einem Spezialisten für konventionellen U-Boot-Bau, beworben. Das Unternehmen reichte Ende letzten Jahres ein unverbindliches Angebot ein und reiht sich damit in die Liste mehrerer Interessenten für die Werfttochter ein. Thyssenkrupp sucht bereits seit einiger Zeit einen Käufer für TKMS, da der Konzern das Geschäft nicht mehr zu seinen Kernaktivitäten zählt.

Dass Deutz Interesse an TKMS zeigt, überrascht kaum – schließlich war Vorstandschef Sebastian Schulte zuvor als Finanzvorstand des Schiffbauers tätig. Seine Kenntnisse des Unternehmens könnten einen möglichen Übergang erleichtern, falls die Übernahme zustande kommt. Auf Nachfrage wollte sich ein Deutz-Sprecher jedoch nicht zu den Plänen äußern.

Zu den weiteren Bietern zählen die Lürssen-Werft, der Rüstungskonzern Rheinmetall und sogar die Bundesregierung. Thyssenkrupp hat zwar mehrere Interessenbekundungen bestätigt, die beteiligten Unternehmen aber nicht namentlich genannt.

Eine erfolgreiche Übernahme würde für Deutz einen bedeutenden strategischen Schritt bedeuten und das Unternehmen in den Verteidigungssektor führen. Die Transaktion würde eine neue Geschäftssparte schaffen und Deutz unter die größten Rüstungskonzerne Deutschlands katapultieren.

Der mögliche Verkauf von TKMS ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen Thyssenkrupps, einen Käufer für die Einheit zu finden. Sollte Deutz den Zuschlag erhalten, würde das Unternehmen seine Aktivitäten über den Motorenbau hinaus auf den militärischen Schiffbau ausweiten. Die Entscheidung wird zudem die Zukunft eines der wichtigsten U-Boot-Hersteller Deutschlands prägen.

Quelle