06 April 2026, 20:06

Deutsche Autoindustrie kämpft um ihre Zukunft: Produktion bricht um 29 Prozent ein

Balkendiagramm, das das Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen mit Batterie in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutsche Autoindustrie kämpft um ihre Zukunft: Produktion bricht um 29 Prozent ein

Deutschlands Autoindustrie steht vor wachsenden Herausforderungen: Produktion bricht ein, globaler Wettbewerb verschärft sich

In den Jahren zwischen 2015 und 2024 ist die deutsche Automobilproduktion um fast ein Drittel eingebrochen, während Konkurrenten wie China und die Türkei ihre Kapazitäten rasant ausbauten. Experten warnen nun, dass politische Unterstützung und eine konsequentere Wende zur E-Mobilität entscheidend sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern.

Die deutsche Autoproduktion ist im vergangenen Jahrzehnt deutlich geschrumpft. 2015 wurden hierzulande noch 5,7 Millionen Fahrzeuge gebaut – 2024 waren es nur noch 4 Millionen, ein Rückgang um 29 Prozent. Gleichzeitig halbierte sich der europäische Anteil an der globalen Pkw-Produktion: von 36 Prozent im Jahr 2000 auf lediglich 18,5 Prozent 2024.

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Andere Regionen legten im gleichen Zeitraum kräftig zu. China steigerte seine Produktion um 30 Prozent und fertigte 2024 insgesamt 27,48 Millionen Fahrzeuge. Auch die Türkei und Marokko erhöhten ihre Ausstoßmenge um jeweils 50 Prozent. Innerhalb Europas kletterte die Tschechische Republik auf Platz drei der größten Automobilproduzenten – hinter Spanien und Deutschland.

Auch in Europa selbst verliert Deutschland an Gewicht. Der Anteil der hier gefertigten und verkauften Fahrzeuge sank von 39 Prozent im Jahr 2015 auf 34,6 Prozent 2024. Dennoch bleibt das Land ein zentraler Exportstandort: Rund 30 Prozent der deutschen Pkw gehen in Länder außerhalb Europas. Zudem belegt Deutschland im globalen Vergleich Platz zwei bei der Produktion von Elektroautos – doch um diese Position zu halten, bedarf es weiterer Anstrengungen.

Insgesamt produzierten die Hersteller in der EU und Großbritannien 2024 etwa 12,5 Millionen Fahrzeuge – fast 4 Millionen weniger als 2015. Der Rückgang unterstreicht den Druck, unter dem traditionelle Automobilstandorte stehen: Sie müssen sich anpassen, oder sie riskieren, weiter zurückzufallen.

Angesichts des Produktionsrückgangs und der zunehmenden Konkurrenz muss Deutschland handeln, um seine führende Rolle im Premiumsegment zu verteidigen. Eine stärkere Ausrichtung auf Elektromobilität sowie politische Rückendeckung könnten die Zukunft der Branche sichern. Ohne diese Maßnahmen droht die Position des Landes als eine der weltweit führenden Automobilnationen weiter zu erodieren.

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