Defektes Panikschloss: Kölner Turnverein seit Wochen ohne Trainingshalle
Jakob WagnerDefektes Panikschloss: Kölner Turnverein seit Wochen ohne Trainingshalle
Defekter Notausgangsverschluss: Kölner Turnverein seit über drei Wochen ohne Trainingsstätte
Der Turnverein Köln-Poll 1904, der seit mehr als 20 Jahren die Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße nutzt, kann seit März 2026 nicht mehr trainieren – Schuld ist eine kaputte Panikschloss-Verriegelung am Notausgang. Die Stadt hat zwar ein provisorisches Schloss anbringen lassen, doch Vereinsvertreter kritisieren, dass dieses den Sicherheitsstandards für Evakuierungen nicht genügt.
Auslöser der Misere war der Defekt am Panikschloss der Notausgangstür, der die Nutzung der Halle unmöglich machte. Da rund 300 Mitglieder seitdem nicht trainieren können, beauftragte die Stadt ein Fachunternehmen mit der Reparatur. Doch obwohl ein neues Panikschloss bestellt wurde, verzögerten Lieferprobleme die Behebung des Problems.
Zwischenzeitlich wurde ein vorübergehendes Schloss montiert, das das normale Öffnen und Schließen der Tür ermöglicht. Doch der Vereinsvorstand zeigt sich besorgt: Die Lösung erfülle nicht die Anforderungen an eine sichere Evakuierung im Notfall, so die Kritik. Die Option, die Tür während des Trainings offen zu halten, lehnte Vereinsvorsitzende Ute Ahn wegen Sicherheitsbedenken ab.
Mittlerweile wird das Ersatzteil für diese Woche erwartet. Sobald es eingetroffen ist, soll es umgehend eingebaut werden – dann könnte der Verein nach wochenlanger Zwangspause endlich wieder mit dem Training beginnen.
Offiziell bleibt die Sporthalle seit dem Defekt im März für den Verein gesperrt. Erst mit dem Einbau des neuen Panikschlosses soll die Halle wieder für das Training freigegeben werden. Die Verzögerung hat bereits Hunderten von Sportlerinnen und Sportlern zugesetzt, die auf die Einrichtung für ihr regelmäßiges Training angewiesen sind.






