Chaos bei Oberliga-Spiel: Pyrotechnik, Platzstürme und Festnahmen nach Fan-Ausschreitungen
Lotta HofmannChaos bei Oberliga-Spiel: Pyrotechnik, Platzstürme und Festnahmen nach Fan-Ausschreitungen
Ein Unterligaspiel im deutschen Fußball ist in Chaos ausgeartet, nachdem es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gekommen war. Die Oberliga-Partie zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 wurde nach Platzstürmen, Pyrotechnik-Einsätzen und Angriffen auf Beamte abgebrochen. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen zu den Ausschreitungen eingeleitet.
Die Unruhen begannen, als Heimfans im Stadion Pyrotechnik zündeten. Gästefans reagierten mit dem Abbrennen von Böllern, was die Sicherheitslage weiter eskalieren ließ. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel, nachdem ein weiterer Sprengkörper auf dem Spielfeld gelandet war, und wertete die Partie offiziell als Sieg für Wattenscheid.
Nach dem Abpfiff stürmten Hooligans aus Ahlen – unterstützt von Verbündeten des niederländischen Clubs Zwolle – das Feld und gerieten mit der Polizei aneinander. Rund 40 Personen drangen auf nahegelegene Gleise vor, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn dazu, den Zugverkehr vorübergehend einzustellen. Die Beamten griffen ein, um eine direkte Konfrontation zwischen verfeindeten Fangruppen zu verhindern.
Drei Anhänger von Zwolle wurden nach den Vorfällen festgenommen. Zwei Erwachsene sitzen in Untersuchungshaft, ein Minderjähriger wurde in Schutzhaft genommen. Ein Polizist erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange geschlagen worden war. Verletzte Unbeteiligte gab es demnach nicht.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit bei Amateurspielen auf, auch wenn aus anderen deutschen Stadien oder bei Veranstaltungen im Jahr 2026 bisher keine ähnlichen Zwischenfälle gemeldet wurden. Die Untersuchungen zu den Vorfällen dauern an.






