CDU-Kandidat Hagel gerät wegen alter Äußerungen über Schülerin in die Kritik
Lotta HofmannCDU-Kandidat Hagel gerät wegen alter Äußerungen über Schülerin in die Kritik
Ein politischer Streit ist entbrannt, nachdem im Februar 2026 ein altes Interview mit dem CDU-Kanzlerkandidaten Manuel Hagel wieder aufgetaucht ist. In dem acht Jahre alten Ausschnitt beschreibt er das Aussehen einer Schülerin während eines Schulbesuchs. Kritiker werfen ihm seitdem vor, unangemessene Bemerkungen über das Mädchen gemacht zu haben.
Die Grünen-Politikerin Zoe Mayer teilte das Video online und entfachte damit erneut die Debatte über Hagels frühere Äußerungen.
In dem Interview erinnerte sich Hagel an einen Schulbesuch, bei dem er eine Schülerin namens Eva als "mit braunen Haaren und Rehaugen" beschrieb. Zudem erwähnte er, dass die Klasse einen hohen Mädchenanteil gehabt habe, was den Besuch seiner Meinung nach attraktiver gemacht habe. Als das Video in diesem Jahr wieder die Runde machte, löste es sofort scharfe Kritik aus.
Zoe Mayer verurteilte die Aussagen als problematisch und warf Hagel vor, die Schülerin damit auf ihr Äußeres reduziert zu haben. Sowohl Mayer als auch die Grünen wiesen jede eigene Schuld von sich und stellten das Video stattdessen als Beleg für sexistisches Verhalten von Politikern dar.
Unionspolitiker sprangen Hagel zur Seite und warfen Mayer sowie den Grünen vor, eine gezielte Diffamierungskampagne zu betreiben. Die CDU ihrerseits steht in der Kritik, in vergangenen Wahlkämpfen gezielt gegen Einzelpersonen und Gruppen vorgegangen zu sein – darunter Juristen, Minderheiten und politische Konkurrenten.
Die Kontroverse setzt Hagel vor der anstehenden Wahl unter Druck. Seine Äußerungen aus dem Jahr 2018 bleiben ein zentraler Angriffspunkt für Kritiker, während seine Unterstützer die Vorwürfe als politisch motiviert abtun. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen CDU und Grünen in Fragen des Verhaltens und der Wahlkampfstrategien.