BOB Campus in Köln: Wie eine alte Fabrik zum lebendigen Quartier wurde
Lotta HofmannBOB Campus in Köln: Wie eine alte Fabrik zum lebendigen Quartier wurde
Aus einer ehemaligen Textilfabrik-Brache in Köln ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum. Das von der Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH getragene Projekt verbindet Bildung, Wohnraum und Grünflächen zu einem inklusiven Begegnungsort. Architekten und Planer haben das Gelände umgenutzt und dabei sein industrielles Erbe bewahrt.
Der Campus steht auf dem Areal einer stillgelegten Fabrik aus den 1970er-Jahren, das nun zu einem modernen Raum transformiert wurde. Eine besondere Herausforderung war der Höhenunterschied von 20 Metern über das Gelände, den das Design erfolgreich ausgleicht. Zum Projekt gehören Bildungseinrichtungen, betreutes Wohnen, Arbeitsräume sowie ein großer öffentlicher Park.
Für die Architektur zeichneten die Kölner Büros raumwerk.architekten Hüber und Klußmann verantwortlich, während das Berliner Landschaftsarchitekturstudio atelier le balto die Freiflächen gestaltete. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass das Gelände nahtlos an das umliegende Viertel angebunden ist. Eine Jury lobte das Vorhaben für seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, und betonte seinen starken sozialen und kulturellen Reiz.
Die Einbindung der Anwohner spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Campus. Bürger brachten eigene Ideen ein und stärkten so die partizipative Ausrichtung und Vielfalt im Stadtteil. Herausgekommen ist ein Ort, der allen Altersgruppen und Hintergründen dient und das Gemeinschaftsgefühl fördert.
Der BOB Campus funktioniert heute als dynamisches urbanes Zentrum mit breiter Strahlkraft. Die Mischung aus Angeboten und die offene Gestaltung regen den Austausch zwischen Generationen und Kulturen an. Der Erfolg des Projekts liegt in der gelungenen Verbindung von Geschichte, modernen Bedürfnissen und der Zusammenarbeit mit dem Quartier.






