Billie Eilish polarisiert mit politischem Aktivismus und neuen Musikplänen
Julian SchmitzBillie Eilish polarisiert mit politischem Aktivismus und neuen Musikplänen
Billie Eilish sorgt derzeit sowohl mit ihrer Musik als auch mit ihren klaren Positionen zu gesellschaftlichen Themen für Schlagzeilen. Bei einer Dankesrede zu den Grammy Awards trug sie eine Anstecknadel mit der Aufschrift "ICE raus" und kritisierte die US-Einwanderungsbehörde – eine Fortsetzung ihres politischen Engagements.
Die Sängerin äußerte sich auch zu persönlichen Angelegenheiten und wies Gerüchte über eine Entfremdung von ihrem Bruder und langjährigen musikalischen Partner Finneas zurück. Stattdessen betonte sie die enge Verbindung zwischen den beiden.
Bei den Grammys nahm Eilish den Preis für Wildflower entgegen, während sie die Nadel mit der Parole "ICE Out" (sinngemäß: "Abschaffung von ICE") trug. In ihrer Rede verurteilte sie die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE und forderte deren Auflösung. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich gegen die Behörde aussprach: Bereits in einem Interview mit dem Magazin Elle hatte sie ICE scharf kritisiert und gleichzeitig Milliardäre für deren Vermögenshortung angeprangert.
Ihr Aktivismus erstreckte sich auch auf soziale Medien, wo sie Elon Musk auf Instagram vorwarf, sich nicht ausreichend für humanitäre Zwecke zu engagieren. Bei den Wall Street Journal Innovator Awards nannte sie zudem Mark Zuckerberg als einen der Milliardäre, die ihrer Meinung nach ihre gesellschaftliche Verantwortung vernachlässigen.
Jenseits ihres politischen Engagements räumte Eilish mit Spekulationen über ein Zerwürfnis mit Finneas auf. Gerüchte über einen Streit zwischen den Geschwistern wies sie entschlossen zurück und versicherte, sie hätten noch nie gestritten – und würden es auch nie tun. Ihre Beziehung bezeichnete sie als einzigartig und gestand sogar, dass sie möglicherweise keine Musik machen würde, wenn er nicht Teil ihres Lebens wäre.
In diesem Jahr brach Eilish mit einer weiteren Tradition: Für ihre "Hit Me Hard and Soft"-Tour trat sie erstmals ohne Finneas auf. Trotz seiner Abwesenheit war die Tour ein finanzieller Erfolg, der es ihr ermöglichte, 11,5 Millionen US-Dollar an verschiedene wohltätige Organisationen zu spenden. Gleichzeitig verriet sie, dass ihr viertes Album bereits zur Hälfte fertiggestellt sei, obwohl noch kein Veröffentlichungsdatum feststeht.
Eilish' jüngste Aktivitäten unterstreichen ihren doppelten Fokus auf Musik und Aktivismus. Sie spendete Millionen aus ihren Tourneen, arbeitet weiter an einem neuen Album und bezieht öffentlich Stellung gegen politische und wirtschaftliche Ungleichheit. Ihre Beziehung zu Finneas bleibt dabei ein zentraler Pfeiler – sowohl für ihre Karriere als auch für ihr privates Leben.






