Betrüger fordern falsche Bußgelder von Besitzern kleiner Solaranlagen
Julian SchmitzBetrüger fordern falsche Bußgelder von Besitzern kleiner Solaranlagen
Bundesnetzagentur warnt vor gefälschten Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit vor betrügerischen Briefen gewarnt, die sich an Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ richten. In den gefälschten Schreiben werden Empfänger unter falschem Vorwand zur sofortigen Zahlung von Bußgeldern aufgefordert – angeblich im Namen der Behörde. Betroffene werden dringend dazu aufgerufen, die Drohungen zu ignorieren und den Betrugsversuch bei der Polizei anzuzeigen.
In den täuschend echt wirkenden Briefen wird Haushalten vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Innerhalb von 14 Tagen wird eine „Gebühr“ von 41,60 Euro gefordert, andernfalls drohe ein „volles Bußgeld“ von 208 Euro. Zwar ist die Registrierung innerhalb eines Monats nach Installation tatsächlich Pflicht, doch nutzen die Betrüger diese Vorschrift aus, um falschen Zeitdruck zu erzeugen.
Mehrere Ungereimtheiten entlarven die Schreiben als Fälschung: Die Absenderadresse stimmt nicht mit dem tatsächlichen Standort der Bundesnetzagentur überein, und die angegebene E-Mail-Adresse [email protected] ist nicht offiziell. Auch die genannten Telefonnummern enthalten falsche Vorwahlen (0229 und 0223) statt der korrekten Bonner Vorwahl 0228.
Die Behörde betont, dass solche Forderungen niemals von ihr stammen. Empfänger sollten die Schreiben ignorieren und Anzeige gegen die unbekannten Täter erstatten.
Der Betrug nutzt die Unsicherheit vieler Verbraucher rund um die Meldepflicht für Balkon-Solaranlagen aus – verspätete Registrierungen können tatsächlich Strafen nach sich ziehen. Die Bundesnetzagentur weist jedoch darauf hin, dass nur offizielle Mitteilungen vertrauenswürdig sind. Bei verdächtigen Schreiben wird geraten, die Angaben direkt bei der Behörde zu überprüfen, bevor man handelt.






