Bergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Millionenförderung
Julian SchmitzBergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Millionenförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Industriegelände von Zanders voran. Der Stadtrat hat beschlossen, Bundesfördermittel für das Vorhaben zu beantragen, das darauf abzielt, den Fluss in einen naturnahen Zustand zurückzuführen und die Landschaft des Gebiets neu zu gestalten.
Erst kürzlich stimmte der Stadtrat dem Beitritt zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ zu. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, offiziell Interesse an einer Förderung für die Strunde-Renaturierung anzumelden. Bei Erfolg könnten bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro – also rund 5,4 Millionen – aus Bundesmitteln fließen.
Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags das Projekt unterstützen werde. Die Entscheidung, welche Vorhaben gefördert werden, soll Ende 2026 fallen. Unterdessen forderte Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, die lokale Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich für die Belange der Stadt einzusetzen.
Die verbleibenden 20 Prozent der Projektkosten werden aus den Sondervermögen der Stadt finanziert. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass die Renaturierung dem Zanders-Gelände ein neues Gesicht und eine klare Perspektive verleihen wird.
Die endgültige Entscheidung über die Förderung liegt beim Bundestag. Bei einer Bewilligung würde das Projekt mit einer Mischung aus Bundes- und Kommunalmitteln umgesetzt. Nun wartet die Stadt auf den Beschluss des Haushaltsausschusses im vierten Quartal 2026.






