Bergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Gewerbegebiet West
Julian SchmitzBergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Gewerbegebiet West
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat einen Plan vorgelegt, der ein Vorkaufsrecht für das Gewerbegebiet West verankern soll. Mit diesem Schritt will die Kommune Industrieflächen für künftiges Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sichern. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung der Erhaltung gewerblicher Flächen im Stadtzentrum.
Die geplante Satzung würde ein 18,8 Hektar großes Gebiet innerhalb des Gewerbegebiets West umfassen. Dazu gehören das 11 Hektar große Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover sowie Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Teile des Isover-Geländes liegen derzeit brach oder werden nur unzureichend genutzt, was den Bedarf an langfristiger Stadtplanung unterstreicht.
Die Stadt betrachtet die Maßnahme als Vorsorge. Sie würde Bergisch Gladbach die Möglichkeit geben, schnell zu handeln, falls Saint-Gobain sich jemals aus dem Standort zurückzieht. Das Gelände ist von strategischer Bedeutung, da es in der Nähe der S-Bahn-Linie S11 und einer geplanten neuen Brücke liegt – beides entscheidende Faktoren für die Entwicklung des Stadtzentrums.
Saint-Gobain hat erklärt, keine Pläne zum Verkauf des Geländes zu haben. Das Unternehmen investiert weiterhin in den Standort, doch die Stadt möchte sicherstellen, dass sie im Falle einer Änderung der Umstände eingreifen kann.
Die Satzung soll den begrenzten gewerblichen Raum der Stadt schützen und die Ansiedlung von Unternehmen fördern. Die Sicherung des Geländes würde dazu beitragen, die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Bergisch Gladbachs zu erhalten und Perspektiven für künftige Entwicklungen zu schaffen. Der Vorschlag spiegelt den proaktiven Ansatz der Stadt in der Stadt- und Industrieplanung wider.






