24 May 2026, 08:07

BCS will Amtszeiten von Oberbürgermeister:innen in NRW auf zwei Perioden begrenzen

Bürgerinitiative schlägt Wiederherstellung des 'Ausschusses für Transparenz' und Begrenzung der Amtszeiten von (Senior) Bürgermeister vor

BCS will Amtszeiten von Oberbürgermeister:innen in NRW auf zwei Perioden begrenzen

Bürgergemeinschaft für Solingen (BCS) fordert strengere Regeln für Amtszeiten von Oberbürgermeister:innen in NRW

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BCS) setzt sich für schärfere Vorschriften zu den Amtszeiten von (Ober-)Bürgermeister:innen in Nordrhein-Westfalen ein. Die Initiative plädiert dafür, die Amtszeit auf maximal zwei Wahlperioden zu begrenzen – mit dem Argument, dies stärke Transparenz und öffentliches Vertrauen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken wegen intransparenter politischer Entscheidungsprozesse und fragwürdiger finanzieller Verflechtungen in der Kommunalpolitik.

Die BCS hat die Landesregierung offiziell aufgefordert, die Gemeindeordnung entsprechend zu ändern und die Amtszeit von Bürgermeister:innen auf zwei Legislaturperioden zu beschränken. Wie Martin Bender, Vorsitzender der Organisation, betont, sei eine einmalige Wiederwahl vertretbar – doch mehrfache Amtszeiten bergen Risiken. Er warnt, dass lange Amtszeiten oft zu undurchsichtigen Verbindungen zwischen Politik und externen Interessengruppen führen und so die demokratische Kontrolle untergraben.

Bender unterstrich, dass klare administrative Abläufe umso wichtiger werden, da sich in Solingen zunehmend Vereine und Lobbygruppen formen. Die BCS, die sich als einzige unabhängige, gemäßigtere politische Kraft der Stadt präsentiert, setzt sich seit Langem für mehr Offenheit ein. Zwischen 2009 und 2014 hatte sie erfolgreich einen Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Transparenz etabliert – dieser wurde später jedoch von einer Koalition aus SPD und Grünen wieder abgeschafft.

Nun fordert die Gruppe den Stadtrat auf, den Ausschuss wiederzubeleben. Sie argumentiert, dass dieser dabei helfen könnte, brisante Themen aufzudecken – etwa die umstrittene 19.000-Euro-Spende an die Solinger SPD, die Fragen zur Parteienfinanzierung aufwirft. Jan Michael Lange, Vertreter der BCS, behauptet, die Organisation stehe allein da mit pragmatischen, überparteilichen Lösungsansätzen für die Stadt.

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Ziel des BCS-Vorschlags ist es, zu verhindern, dass langjährige Amtsinhaber:innen unkontrollierten Einfluss aufbauen. Sollte die Zweit-Amtszeit-Beschränkung umgesetzt werden, wäre eine Änderung des Landesrechts nötig. Gleichzeitig könnte der Druck zur Wiedereinführung des Transparenzausschusses eine Überprüfung vergangener Entscheidungen und Finanzquellen in der Solinger Verwaltung erzwingen.

Quelle