Abschied von "Hobbes": Mainz bleibt Mainz feiert Generalprobe mit Satire und Nostalgie
Lotta HofmannAbschied von "Hobbes": Mainz bleibt Mainz feiert Generalprobe mit Satire und Nostalgie
Mainz bleibt Mainz – wie es singt und lacht: Generalprobe für ein Karnevals-Ereignis und das Ende einer Ära
Am Mittwochabend fand im Kurfürstlichen Schloss die Generalprobe für Deutschlands berühmteste Karnevals-Fernsehsendung, Mainz bleibt Mainz – wie es singt und lacht, statt. Die Veranstaltung markierte das Ende einer Epoche: Nach 45 Jahren auf der Bühne verabschiedete sich der langjährige Darsteller Hans-Joachim Greb, bekannt als "Hobbes", mit einem letzten Auftritt vom Publikum.
Die Show, die am Freitagabend um 20:15 Uhr live im ZDF zu sehen sein wird, präsentiert 16 Nummern, die Satire, Musik und karnevalistische Tradition verbinden. Die diesjährige Ausgabe glänzte mit scharfer politischer Kritik, einem historischen Novum beim Protokoll und einer Mischung aus liebgewonnenen und zurückkehrenden Künstlern.
Der Abend begann mit dem großen Aufmarsch der Garden, angeführt von Kinderprinzessin Luise I., gefolgt von einem schwungvollen Medley der Schnorreswackler. Das Publikum erlebte anschließend eine gelungene Mischung aus Humor und Nostalgie.
Andreas Schmitt kehrte nach seinem Ausfall im vergangenen Jahr als "Obermessdiener" auf die Bühne zurück. Von einer schlichten Bank aus hielt er eine beißende Rede, in der er die Bundes-SPD als "Laber-Rhabarber" bezeichnete und Lars Klingbeils Flügel mit einem "Kindergarten" verglich. Seine Performance setzte den Ton für die politische Satire des Abends.
Florian Sitte als "Till Eulenspiegel" nahm politische Extreme und den wachsenden Antisemitismus mit scharfem Witz aufs Korn. Christina Grom schrieb derweil Geschichte: Als erste Frau in 200 Jahren trug sie das traditionelle Protokoll vor – eine satirische Rückschau auf das vergangene Jahr.
Ein Sketch mit Teresa Batz, Laura Heinz, Marie Döngi und einer Influencerin in einem Museum präsentierte ein seltenes rein weibliches Quartett und brachte frischen Schwung in die Show. Markus Schönberg als "Ignaz" performte ein selbstgeschriebenes Lied über die Verlegung seines geliebten Bauernmarkt-Frühstücks und brachte das gesamte Publikum zum Mitsingen.
Jürgen Wiesmann in der Rolle des "Ernst Lustig" bot einen Meisterkurs in klassischem Karnevals-Kokolores – leichtfüßiger Unsinn, der das Publikum zum Lachen brachte. Den Abschluss bildete Hans-Joachim Grebs emotionaler Abschied. Als "Hobbes" verließ er die Bühne mit den Worten: "Tschüss, helau, das war's."
Die Session Mainz bleibt Mainz 2026 verband Tradition mit mutiger Satire – von politischen Spitzen bis zu historischen Premieren. Die Live-Übertragung am Freitag bringt 16 Nummern auf die Bildschirme im ganzen Land, darunter musikalische Hommagen und gesellschaftskritische Pointen.
Für viele war der Abend auch das Ende einer langen Karnevalskarriere: Grebs Abgang hinterlässt eine Lücke in den künftigen Besetzungen der Show.
Volles Lineup Enthüllt: Neue Acts und Meilensteine in der Finalshow von Mainz
Das Lineup von Mainz bleibt Mainz 2026 umfasst bemerkenswerte Ergänzungen und historische Meilensteine. Johannes Bersch kehrt als 'Moguntia' zurück, Thomas Becker übernimmt 'Zeitgeist', und Oliver Mager, DobbelBock, sowie Marvin Hollederer ('Hollebutz') präsentieren ein Musikmedley. Die Show feiert außerdem das 100-jährige Jubiläum der Mainzer Hofsänger und Jürgen Wiesmanns 25. TV-Auftritt.