9. November: Solingen bekennt sich zu Erinnerungskultur und Schutz jüdischen Lebens
Julian Schmitz9. November: Solingen bekennt sich zu Erinnerungskultur und Schutz jüdischen Lebens
9. November – ein Datum von tiefer historischer Bedeutung für Deutschland
Der 9. November ist in der deutschen Geschichte ein Tag von großer Symbolkraft: Er steht für prägende Ereignisse wie die Novemberrevolution von 1918 bis hin zum Fall der Berliner Mauer 1989. Doch das Datum erinnert auch an dunklere Kapitel, darunter den Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 und die Novemberpogrome von 1938. Nun hat der Solinger Stadtrat eine Resolution verabschiedet, in der er sich erneut zu Erinnerungskultur, Toleranz und dem Schutz jüdischen Lebens in Deutschland bekennt.
Die Erklärung gedenkt der Opfer der Shoah, vergangener Kriege sowie aktueller Konflikte – darunter Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Terrorangriffe der Hamas am 7. Oktober 2023. Gleichzeitig verurteilt sie die darauffolgende Gewalt und betont die Dringlichkeit einer friedlichen Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt, die auf gegenseitiger Anerkennung und einem Miteinander in Sicherheit basiert.
Die deutsche Identität ist geprägt vom Kontrast zwischen den Schrecken der Shoah und der Hoffnung, die der Mauerfall symbolisiert. Der Stadtrat unterstrich, dass der Schutz jüdischen Lebens und die Sicherheit Israels eine zentrale staatliche Verpflichtung bleiben. Zudem bekräftigte Solingen seine Rolle als sicherer Ort für Menschen, die vor Krieg, Folter oder Verfolgung – ob politisch, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Religion – fliehen.
Bürgermeister Tim O. Kurzbach sowie Vertreter von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke/Die PARTEI, BfS/ABI und der FDP-Gruppe unterzeichneten die Erklärung. Das Papier lehnt Antisemitismus entschieden ab und gelobt, Deutschland als sicheres und willkommenes Zuhause für Jüdinnen und Juden zu bewahren.
Die Resolution stärkt Solingens Haltung zu Menschenrechten, Frieden und Solidarität. Sie ruft zu anhaltenden Bemühungen im Kampf gegen Hass auf und bekräftigt Israels Recht auf Existenz in Sicherheit. Darüber hinaus verpflichtet sich der Stadtrat, allen Opfern von Unterdrückung und Gewalt Schutz und Mitgefühl zu gewähren.






