30 April 2026, 02:07

49-Euro-Ticket: Politik ringt um Preisstopp bei 63 Euro bis 2029

Große Gruppe von Menschen geht mit Schirmen die Straße entlang, einige tragen Taschen und halten Schilder, während sie an einem Klimastreik in Deutschland teilnehmen.

49-Euro-Ticket: Politik ringt um Preisstopp bei 63 Euro bis 2029

Der Druck wächst, die geplante Preiserhöhung für das deutsche 49-Euro-Ticket zu stoppen. Das Deutschlandticket, das 2027 und 2028 inflationsbedingt teurer werden sollte, könnte stattdessen zwei Jahre lang bei 63 Euro bleiben. Kritiker argumentieren, dass dieser Schritt Familien und Pendler in der anhaltenden Energiekrise entlasten und gleichzeitig Kürzungen im ÖPNV vermeiden würde.

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn, hatte zunächst vorgeschlagen, den Ticketpreis bei 63 Euro einzufrieren. Er betonte, die Kosten wären deutlich geringer als die 1,6 Milliarden Euro, die für die Spritpreis-Rabattaktion ausgegeben wurden. Sein Vorschlag stieß schnell auf Zustimmung bei Verkehrsverantwortlichen.

Petra Berg, Verkehrsministerin des Saarlands, warnte, dass steigende Kosten zu Einschränkungen bei Bus- und Bahnverbindungen führen könnten. Sie sprach sich gegen die Subventionierung von Sprit aus, während der ÖPNV – auf den viele Menschen täglich angewiesen sind – vernachlässigt werde.

Auch Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, lehnte die Preiserhöhung ab. Er unterstrich, dass ein bezahlbares Ticket in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein klares Signal der Unterstützung sende. Zudem schlug er vor, Kinder und Jugendliche kostenlos fahren zu lassen, um Haushalte weiter finanziell zu entlasten.

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Der Plan, das Deutschlandticket bei 63 Euro zu belassen, zielt darauf ab, Angebotskürzungen zu verhindern und die Belastung für Fahrgäste zu verringern. Sollte der Beschluss fallen, würde die Regelung ab 2027 für zwei Jahre gelten. Nun steht die Politik vor der Aufgabe, die nötigen Mittel zu beschaffen und gleichzeitig die Haushalte der Verkehrsbetriebe im Gleichgewicht zu halten.

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