04 May 2026, 06:07

13-Jähriger verdächtigt: Sachbeschädigung und Hetzparolen in Rüthen

Verlassenes Gebäude mit graffiti-bedeckten Wänden und Decke, Schutt auf dem Boden, mehreren Türen und Fenstern im Hintergrund und verstreuten Gegenständen.

13-Jähriger verdächtigt: Sachbeschädigung und Hetzparolen in Rüthen

Die Polizei in Rüthen ermittelt wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung, nachdem vier Kinder in einem verlassenen Haus an der Lippstädter Straße entdeckt wurden. Der Vorfall, der am Freitagnachmittag gemeldet wurde, betrifft einen 13-jährigen Tatverdächtigen, der mutmaßlich erhebliche Zerstörungen angerichtet und fremdenfeindliche Parolen an die Wände gesprüht haben soll.

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Beamte trafen gegen 15 Uhr am Tatort ein, nachdem Anwohner gemeldet hatten, dass sich Kinder weigerten, das Grundstück zu verlassen. Im Inneren fanden sie vier Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren, die später aussagten, ein 13-jähriger Freund habe sie in das Gebäude geführt. Dieser ältere Junge soll eine Luftdruckpistole, Sprühdosen und eine Sturmhaube mitgebracht haben.

Dem 13-Jährigen wird vorgeworfen, alle Fenster eingeschlagen, mit der Luftdruckpistole auf die Fassade des Hauses geschossen und beleidigende Botschaften an die Wände gesprüht zu haben. Unter den Parolen befanden sich Aussagen wie „Nicht gut Juden Nichterlaubt“, „fuck room“, „Sieg Hail“, „Nigger“, „LGBTQ Are Nigger“ und „Hi Hitler“. Die Polizei bestätigte sichtbare Schäden an Wänden und Fenstern, die mit den Schilderungen der Kinder übereinstimmen.

Nach der Vernehmung des Verdächtigen in Anwesenheit seiner Mutter stellten die Ermittler fest, dass dieser die Taten nicht vollständig einräumte. Die jüngeren Kinder behaupteten zudem, der 13-Jährige habe sie geschlagen, nachdem er erfahren hatte, dass sie mit der Polizei gesprochen hatten. Die Behörden prüfen nun, ob dieselbe Gruppe mit einem separaten Einbruch und einer Schmiererei in derselben Straße am 14. März 2025 in Verbindung steht.

Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei Beweismaterial vom Tatort sichert und Zeugenaussagen sammelt. Das Ausmaß der Zerstörung in Kombination mit den hasserfüllten Graffiti hat Fragen zu den Motiven des Verdächtigen und möglichen Verbindungen zu früheren Vorfällen in der Region aufgeworfen.

Quelle