17 April 2026, 14:12

116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen

Kohlekraftwerk mit hohem Schornstein in einer städtischen Umgebung, umgeben von Gebäuden, Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen

116 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch kontrollierte Sprengung abgerissen

Am 6. September 2025 wurde ein 116 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Detonation markierte einen entscheidenden Schritt in Unipers Plan, den ehemaligen Kohlestandort in einen modernen Energieknotenpunkt umzuwandeln. Rund 60 Kilogramm Sprengstoff brachten die Konstruktion im Rahmen der laufenden Stilllegung der Anlage zum Einsturz.

Die Abrissarbeiten hatten bereits im April 2024 mit der Demontage des Kohleblocks begonnen. Zum Zeitpunkt der Sprengung wurde eine 300 Meter große Sicherheitszone eingerichtet, doch Anwohner mussten nicht evakuiert werden. Beim Einsturz des Turms entstanden etwa 11.000 Tonnen Betonschutt, die Uniper direkt vor Ort wiederverwerten will.

Weitere Abrissarbeiten stehen bereits an. 2025 sollen das Kesselhaus F und die REA-Anlage abgerissen werden, 2026 folgen zusätzliche Gebäude. Auf dem freigeräumten Gelände soll später ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk entstehen – ein weiterer Schritt in Unipers Abkehr von der Kohle.

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Die Sprengung des Kühlturms war ein sichtbarer Meilenstein im Wandel des Standorts. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Dekarbonisierung, die Sicherung der Energieversorgung und die Bewahrung der industriellen Zukunft des Geländes.

Mit dem Abriss verschwand eines der bekanntesten Wahrzeichen der Anlage. Unipers nächste Schritte umfassen das Recycling des Schutts und die Vorbereitung weiterer Abrissarbeiten. Die Umgestaltung des Standorts schreitet voran, während veraltete Kohleinfrastruktur moderneren, klimafreundlicheren Energielösungen weicht.

Quelle